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KSA verlängert fünf Online-Casino-Lizenzen bis Oktober 2031

Vom 5. bis 10. August 2026 hat die KSA neue Fünfjahreslizenzen an Holland Casino Online, TOTO, Kansino, Fair Play Online und Bingoal bis 1.10.2031 vergeben.

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Die niederländische Glücksspielaufsicht Kansspelautoriteit (KSA) hat zwischen dem 5. und 10. August 2026 fünf Online-Anbietern neue Fünfjahreslizenzen erteilt — Holland Casino Online, TOTO Online B.V., Kansino, Fair Play Online und Bingoal Nederland B.V. Alle neuen Lizenzen treten am 1. Oktober 2026 in Kraft und laufen bis zum 1. Oktober 2031. Es ist die erste Welle der Neulizenzierung im regulierten niederländischen Online-Markt, der am 1. Oktober 2021 geöffnet wurde. Über die Entscheidungen berichteten die KSA selbst, Gambling Insider und iGaming Business.

Der niederländische Online-Casino-Markt läuft unter dem Wet kansspelen op afstand (Koa), das am 1. Oktober 2021 in Kraft trat. Die ersten Lizenzen wurden für fünf Jahre erteilt und laufen alle Ende September 2026 aus. Das niederländische Recht erlaubt keine bloße Verlängerung — der Anbieter muss einen neuen Antrag stellen und die Einhaltung der technischen Standards, KYC, Cruks-Register, Fürsorgepflicht (zorgplicht) und des verantwortungsvollen Spielens erneut nachweisen. Außerhalb der ersten Welle bleibt ein zweiter Cluster von Anbietern — BetCity, GGPoker, bet365, ZEbet und Jacks.nl — deren Lizenzen ebenfalls bis Ende 2026 auslaufen und für die eine KSA-Entscheidung noch aussteht.

Wir sehen als zentrale Botschaft für die niederländischen Spielenden eine bestätigte regulatorische Stabilität bis 2031. Holland Casino Online, TOTO Online, Kansino, Fair Play Online und Bingoal bleiben auf der Liste der KSA-lizenzierten Anbieter, das heißt das Cruks-Selbstsperrregister, die verpflichtende KYC-Verifizierung bei der Registrierung und der Fürsorgepflicht-Mechanismus laufen ohne Unterbrechung weiter. Unter Koa-2 gilt seit dem 1. Oktober 2024 eine Schwelle von 700 € monatlicher Nettoeinzahlung für Standardspielende und 300 € für Spielende im Alter von 18–24 Jahren; ein Überschreiten löst einen strukturierten Dialog und eine Einkommensprüfung aus — den Mechanismus, den die KSA im strukturierten Means-Test 2026 formalisiert hat.

Aus unserer Sicht ist der zweite wichtige Punkt die höhere Prüfungslatte. Peter Vreuls, Verantwortlicher für Responsible Gambling bei Fair Play Online, hat öffentlich eingeräumt, dass der Prozess intensiv war und die Strategie-, Technologie-, Rechts- und Compliance-Teams einband — keine kosmetische Prüfung. Das schreibt die Aufsichtsverschärfung fort, die wir im Kontext der 21.500 €-Cruks-Sanktion gegen Jack's Casino Zoetermeer, des Spelpaus-Echtzeit-API-Ausbaus in Schweden und der LUGAS-Reform in Deutschland analysiert haben. Die EU-Aufsichtsbehörden ziehen parallel an und vergeben neue Lizenzen nicht standardmäßig.

Wir markieren zwei praktische Folgen. Erstens müssen Spielende der fünf genannten Anbieter nichts aktiv tun: Konten, Transaktionsverlauf, Einzahlungslimits und der Cruks-Status wechseln automatisch in den neuen Lizenzzeitraum. Zweitens sollten Spielende der Anbieter aus dem zweiten Cluster — BetCity, GGPoker, bet365, ZEbet, Jacks.nl — bis zum 1. Oktober 2026 prüfen, ob ihr Anbieter die eigene Verlängerung angekündigt hat. Verpasst ein Anbieter den 1. Oktober, verliert er das Recht, neue niederländische Spielende aufzunehmen, und Auszahlungen an Bestandskundinnen und -kunden laufen über den geordneten Abwicklungsplan, den die KSA in solchen Fällen üblicherweise vorschreibt.

Aus unserer Sicht ordnet sich diese Entscheidung in die breitere EU-Regulierungslandschaft ein, die wir im Kontext der AMLA-Glücksspielkonsultation beschrieben haben: Das niederländische Regime ist weder Nachzügler noch Vorreiter, sondern ein funktionierender Benchmark. Sanktionen gegen illegale Angebote 2026 (24,8 Mio. € gegen Novatech, 3 Mio. € gegen Chestoption) neben einer GGR-Kanalisierung unter 50% erzeugen einen doppelten Druck auf die KSA — die Durchsetzung zu schärfen und lizenzierte Anbieter im Markt zu halten. Fünf neu lizenzierte Marken sichern etwa 40% der Kanalisierung und geben das Muster für die nächste Entscheidungsrunde vor.

Wen betrifft die KSA-Lizenzverlängerung 2026 konkret?

Die Verlängerung betrifft unmittelbar aktive Spielende von Holland Casino Online, TOTO Online, Kansino, Fair Play Online und Bingoal in den Niederlanden mit gültiger Registrierung und ordnungsgemäßer Steuerlage. Für sie erfordert der Lizenzwechsel zum 1. Oktober 2026 keine erneute Kontoverifizierung und keinen frischen KYC. Mittelbar signalisiert die Entscheidung dem Markt, dass die KSA bereit ist, neuen Lizenzen an die ersten KOA-Pioniere zu erteilen — sofern sie die vollständige Prüfung bestehen —, was auf alle verbliebenen Antragsteller ausstrahlt.

Was ändert sich für bestehende Spielende von Holland Casino Online, TOTO, Kansino, Fair Play und Bingoal?

Kurzfristig nichts Sichtbares: Konten, Spielhistorie, Einzahlungslimits, Cruks-Status, Transaktionen und Boni gehen automatisch in den neuen Lizenzzeitraum über. Die Anbieter arbeiten weiterhin nach den gleichen Koa-2-Regeln, mit der Schwelle von 700 € monatlicher Einzahlung (300 € für Spielende im Alter von 18–24 Jahren), verpflichtenden zorgplicht-Interventionen und dem Verbot nicht zielgerichteter Werbung. Die einzige denkbare Änderung wären Lizenzauflagen, die die KSA in der neuen Erlaubnis verschärft hätte — keiner der fünf Anbieter hat jedoch eine wesentliche Anpassung angekündigt.

Kann man einem Anbieter trauen, dessen Lizenzverlängerung noch läuft?

Ja — bis zum Ablauf der laufenden Lizenz, also bis 30. September 2026, hält der Anbieter eine vollwertige KSA-Lizenz und alle Koa-Schutzmechanismen sind aktiv. BetCity, GGPoker, bet365, ZEbet und Jacks.nl sind in den Niederlanden gerade wegen dieser gültigen Lizenz legal. Das Risiko liegt nicht in der Gegenwart, sondern in der Frage, ob der Anbieter die neue Lizenz zum 1. Oktober 2026 erhält. Wir empfehlen den Spielenden dieser Anbieter, offizielle Mitteilungen zu verfolgen und keinen Betrag auf dem Konto liegen zu lassen, den sie nicht kurzfristig auszahlen könnten.

Was tun, wenn Ihr Anbieter die neue Lizenz bis Oktober nicht erhält?

Die KSA hat einen Standardplan zur geordneten Abwicklung: Der Anbieter nimmt keine neuen Spielenden auf, stoppt Einzahlungen und zahlt die verbleibenden Guthaben nach einem vereinbarten Plan aus. Sie haben Anspruch auf die vollständige Auszahlung (Einzahlungen plus Gewinne), und die KSA überwacht die Umsetzung. Bei Verzögerungen geht die Beschwerde direkt an die KSA über deren Website. Wechseln Sie nicht auf unlizenzierte Nachahmerseiten — eine offizielle KSA-Mitteilung erreicht Sie stets über die Aufsicht oder den Anbieter selbst, nie über E-Mails Dritter.

Stand 12. August 2026 gibt es für niederländische Spielende drei konkrete Schritte. Erstens: Wer bei Holland Casino Online, TOTO, Kansino, Fair Play Online oder Bingoal spielt, muss nichts unternehmen; das Konto läuft ohne Unterbrechung weiter. Zweitens: Wer bei BetCity, GGPoker, bet365, ZEbet oder Jacks.nl spielt, sollte die offiziellen Lizenzmitteilungen des Anbieters abonnieren und nicht mehr auf dem Konto halten, als er innerhalb von 3–5 Werktagen abheben würde. Drittens: Unabhängig vom Anbieter empfehlen wir KYC bei der Registrierung und eigene Einzahlungslimits und Budget-Tools, die parallel zu Koa und Cruks laufen.

Wir erwarten die nächste Welle von KSA-Entscheidungen im September 2026 — die Aufsicht muss alle Wiederzulassungsanträge bis zum 1. Oktober bearbeiten. Der Gesamtrahmen bleibt streng: Echtzeit-Überwachung der zorgplicht, die 700-€-Monatsschwelle, Cruks und das Verbot nicht zielgerichteter Werbung. Casino-Spiel und jede Form des Glücksspiels sind ausschließlich für Erwachsene (18+) und keine Erwerbsquelle; bei Anzeichen von Suchtrisiko nutzen Sie Cruks (NL), OASIS (DE), RUA (IT), das ANJ-Register (FR), Spelpaus (SE), GAMSTOP (UK), die SPA-Selbstsperre (Brasilien), das PlayCity-Register (Ukraine) oder die Ukraine-Hotline 0800 500 4321.